Im Mittelpunkt der Welt

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Am 15. September ist was Rundes angesagt: Der Internationale Tag des Punktes findet in Berlin statt, und da Frau Dr. Angela Thamm, die diese eigensinnige Idee nach Deutschland gebracht hat, in Friedrichshagen zuhause ist, steht unser Stadtteil im Mittelpunkt der Aktion.

Ein Blick in unser Schaufenster lohnt sich! Vor dem Schaufenster wird es am Samstag ab 10 Uhr eine Straßenwerkstatt mit Menschen jeden Alters geben. Also bitte gutes Wetter mitbringen und Lust auf kleine und große bunte Punkte!

Der Ausbruch

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Als eine Offenbarung“ wird in der NZZ die Neuübersetzung einer Ikone der engagierten französischen Nachkriegsliteratur gefeiert: die Übersetzerin Claudia Steinitz wird ihre Arbeit an La Cavale“ am 26. September (Beginn: 19.30 Uhr) in dieser Buchhandlung vorstellen! (mehr …)

Eine Auswahl interessanter Zeitschriften

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MSuF_Cover_2013.2_400Alle jammern über den Niedergang der Buchkultur, aber die Zeitschriften (von den Tageszeitungen zu schweigen) sind ja noch schlechter dran. Deutschland hat die größte Pressevielfalt der Welt, vieles davon landet jedoch im Zeitschriftenregal von Aldi und Lidl und dann im Altpapier. leselieber bietet hingegen eine kleine, feine Auswahl an Titeln, die bleiben – außer der intellektuell herausragenden SINN UND FORM noch weitere Literaturzeitschriften: neuester Zugang ist das OSTRAGEHEGE aus Dresden. (mehr …)

Der Sommer am See

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Der Sommer ist heiß. Ein Glück, dass das kühle Nass um die Ecke liegt. Abends um sieben Uhr biegt die Linie 61 aus der Bölschestraße Richtung Rahnsdorf, ab seit fast neunzig Jahren eine der schönsten Straßenbahntrassen am Rande Berlins! Ein Gutteil der Verbindung verläuft in Sichtweite des Großen Müggelsees, Bäume säumen die Gleise.

Wenn also bei strahlend blauem Himmel das Geschäft schon um fünf vor sieben geschlossen ist, sehen Sie mir dies bitte nach: dann bin ich mit der 61 zum Strandbad unterwegs.

Eine kleine große Geschichte

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Es geht um das Leben einer Frau. Ihre ganze Kindheit hindurch hatte sie sich wie eine wachsame, ständig angespannte Erwachsene im Körper eines kleinen Mädchens gefühlt — während es ihr paradoxerweise jetzt gelegentlich so vorkam, als würde hinter ihrem Erwachsenengesicht ein etwa elfjähriges Kind auf die Welt hinausblicken, heißt es von der sechzigjährigen Willa Drake.

Es gibt keine Linearität im Leben, jederzeit kann sich ein Abgrund auftun, jederzeit auch kann ein Aufbruch gelingen. Kleine Episoden, witzige Dialogen und eine skurille Beobachtungsgabe zeichnen Ann Tyler und ihre Heldin aus. Ein wundervolle Heldin, ein Herzensbuch: groß in seinen Einzelheiten, bedeutungsvoll und doch bescheiden.

Rosemarie Schuder 1928-2018

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„Der HERR wird einem jeden seine Gerechtigkeit und Treue vergelten.“  Die Tageslosung vom 5. Mai wurde heute zitiert, als Rosemarie Schuder auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde zu Grabe getragen wurde. Der Nachruf im Neuen Deutschland machte darauf aufmerksam, dass die Schriftstellerin am Geburtstag von Karl Marx verstarb.
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Hier haben wir es mit Literatur zu tun

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Wir leben zumeist außerhalb unserer selbst, und das Leben ist eine fortwährende Zerstreuung. Und doch zieht es uns zu uns selbst wie zu einem Mittelpunkt, um den wir gleich Planeten absurde, ferne Ellipsen beschreiben.

© Ute Döring

So schrieb der Lissaboner Fernando Pessoa, stets um seine Identität kreisend, wir es dem Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares entnehmen können, das zu den meistverkauften Büchern dieser Buchhandlung gehört.

Wenn ich beim Lesen den Eindruck gewinne, diesen Text konnte, ja musste, so nur dieser Autor schreiben, wird mir von Zeile zu Zeile klarer: Jetzt habe ich es mit Literatur zu tun.

Das sagt die Berlinerin Katja Lange-Müller in ihren anspielungsreichen Poetik-Vorlesungen, die sich seit diesem Frühjahr im leselieber-Belletristik-Buchregal befinden.

Am 13. Juni 2018 (19.30 Uhr) ist diese Buchhandlung der Mittelpunkt des Pessoa’schen Universums, und ich freue mich, dass mit Frau Lange-Müller eine Autorin sprechen wird, mit allen Ausprägungen des Buchhandwerks vertraut ist. Sie wird aus eigenen Werken lesen und, wie ich es mir zu Pessoas 130. Geburtstag wünsche, uns Aufschluss geben über ihre Beziehung zu dem Autor, auf dessen Werk diese Buchhandlung begründet ist.

Der Eintritt ist frei, bitte melden Sie sich aber vorher an, damit wir Ihnen einen Sitzplatz reservieren können.

Warum die Nachbarin einen Kuchen buk

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Meine Nachbarin hat mich gefragt, ob ich ihr ein Buch nach Hause bringen könne. Kein Problem: ich liefere nicht nur innerhalb Berlins, sondern nach ganz Deutschland jedes Buch versandkostenfrei aus!

In diesem Falle brauchte ich nur eine Holzkiste und ein Stück Schnur, und meine Nachbarin bekam das Buch direkt auf ihren Balkon geliefert. Und für ihre beiden Jungs, denen die Mutter ihre Leseleidenschaft weitergegeben hat, gab es noch ein Überraschungsbuch dazu.

Am nächsten Tag klingelte es an meiner Tür. Jetzt gab es für mich eine Überraschung! Die beiden Jungs brachten mir ein Geschenk: einen riesengroßen Kuchen, den sie mit Hilfe ihrer Mutter für mich gebacken hatten!

Wenn ich etwas mindestens so sehr liebe wie ein Buch, so ist es ein Kuchen. Statt Geld können Sie also gerne einen Kuchen einsetzen, um ein Buch bei mir zu erwerben.

Ein Klassiker in neuem Glanz

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Die literarische Topographie der zerfallenden Sowjetunion wird in unserem Bewusstsein besonders von zwei Autorinnen vermessen: Ljudmila Ulitzkaja und Swetlana Alexijewitsch: Beide schreiben auf Russisch, ihre deutsche Stimme verleiht ihnen Ganna-Maria Braungardt.

Nun hat sich die Übersetzerin, deren Vorname ja wohl einen russischen Anklang aufweist, einem Werk des 19. Jahrhunderts in den Dienst gestellt, das ebenfalls von der Zerstörung einer alten Welt handelt, die zu allerhand Konfusionen führt. Mit der neuerlichen Lektüre von Iwan Turgenjews „Väter und Söhne“ können wir auch einen neuen Blick auf unseren geliebt-gehassten großen Nachbarn Russland gewinnen.

Am Dienstag, dem 24. April, um 19.30 Uhr, ist Frau Braungardt in der Buchhandlung zu Gast und stellt uns das Werk vor: ihren Dialog mit Turgenjew.

Die Bölschestraße einst und jetzt

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Friedrichshagen wurde 1753 als friderizianische Siedlung für hundert Kolonistenfamilien gegründet. Seine Hauptstraße, die Friedrichstraße, entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer beliebten Wohn- und Geschäftsstraße und prägt bis heute als Bölschestraße den Ort. Aribert Giesche hat auf Basis der Bauakten und zahlreicher weiterer Quellen die Bau-, Besitz- und Nutzungsgeschichte aller 142 Häuser geschrieben und durch Pläne und Ansichten des 19. und 20. Jahrhunderts illustriert. Karl-Ludwig Lange schuf im Frühjahr 1990 und dann noch einmal im Frühjahr 2003 zwei komplette Fotoserien aller Hausfassaden, die in diesem Band dokumentiert sind.

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