Das Gesetz der Serie

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Kinder, Kinder! Schön, dass ihr nun auch Theaterstücke lest! Wenn ihr in der Schule „Nathan der Weise“ lesen sollt, beklagt ihr euch, wie langweilig das sei. Aber wenn ein Theaterstück nach einer Vorlage von J. K. Rowling, der als achter Band der Harry-Potter-Serie verkauft wird, erscheint, seid ihr begeistert. Mich freut es natürlich auch, wenn die Kasse klingelt.

img_20160923_184801Viel wichtiger war aber doch, dass diese Woche der fünfte Band der wunderbaren „Glücksbäckerei“ erschienen ist. Laura war die erste, die ihn bei mir gekauft hat; als Belohnung hat sie diesen Aufsteller erhalten, der nun in ihrem Zimmer steht.

Wiederbegegnung mit einem Klassiker

Von , am in vorgestellt

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Jack London kam aus dem Nichts. Als Arbeiter in einer Konservenfabrik, Goldsucher, Landstreicher, Austernpirat und Matrose hatte er sich durchs Leben geschlagen, als er 1903 mit dem Roman „Ruf der Wildnis“ zum literarischen Star wurde. In wenigen Jahren erlangte er Weltruhm. Lutz-W. Wolff hat sechs Romane des Klassikers neu übersetzt und ist überzeugt: „Jack London ist aktueller denn je.“

Ich freue mich, am Dienstag, dem 27. September 2016, den in Berlin-Köpenick lebenden und arbeitenden Übersetzer begrüßen zu dürfen, der Kostproben aus seinem Werk zum Vortrag bringen wird.

Für Getränke wird an diesem Abend natürlich gesorgt sein. Die Lesung wird um 19.30 Uhr beginnen.

Die Riten des Buchhändlers

Von , am in merkwürdig

Leider kämpft das Buch gegenwärtig um seine Existenzberechtigung. Der Alltag eines Mitteleuropäers wird von Zerstreuungen getragen die nicht so viel von ihm einfordern wie das Buch. Um im Netz zu surfen bedarf es keiner Muße. Die Geistesaktivität beim Fernsehen geht gen null. Oder gerade so niedrig um die Suggestionen der Reklame aufzunehmen. Beziehungen haben eine Mindesthaltbarkeitszeit wie Brot.

Ich kenne da so einen Mann der hilft den Büchern zu überleben. Er ist ein Wortliebhaber, ein Buchhändler, er handelt mit Worten. Sein Buchladen leselieber ist unweit meiner Wohn- und Atemstätte. (mehr …)

Im Kino gewesen. Geweint.

Von , am in angesagt

vor-der-morgenrte-2016-filmplakat-rcm236x336uDieser Stefan-Zweig-Film von Maria Schrader ist ein wunderbares Kammerspiel mit großartigen Schauspielern, die Aufführung des Donauwalzers in der brasilianischen Provinz ein Stück, das zu Tränen rührt!

Stefan Zweig in Amerika, der Europäer im Exil, wird zum Apologeten der Machtlosigkeit. Ich bin durch den Film angeregt worden, Zweigs Erasmus-Buch zur Hand zu nehmen, das gewissermaßen, wie Ludwig Marcuse bemerkte, ein Selbstportrait des Autors enthält: Er wiederholt, angesichts der innereuropäischen Konflikte, „des Erasmus Lob der Neutralität“, und leidet doch auch daran, nicht eingreifen zu können. „Er hat, ein Zwiespältiger, nicht mehr die erasmische Unschuld im Schweben über den Parteien.“ Er ist Europa nicht entkommen, erträgt nicht seinen Untergang.

Ach, Europa! Es kann einen melancholisch stimmen.

Das Buch und Ich

Von , am in merkwürdig

Bücher wollen dass man in sich ruht. Nur so können sie gelesen werden. Ein ungelesenes Buch ist ein Verlust. Nichts anderes als eine Ansammlung von Worten auf Papier in Druck. Das Buch bedarf der Kraft der Vorstellung des Lesenden. Nur so beginnt es zu leben. Nur so ergeben die kunstvollen Verkettungen des Schriftstellers einen Sinn. Auch bedarf das Buch der ungeteilten Konzentration seines Lesers. Es bedarf nach dem unbedingten Willen zu einem Dialog. (mehr …)

Die Psychologie des Misslingens

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image_1_13617„Glaubst du denn, es gibt niemanden, der einigermaßen unbeschadet ist? Meinst du, man muss jemanden nur gut genug kennen, um zu der Tür zu gelangen mit der Aufschrift Grausamkeiten.“

Es gibt Lebensentwürfe und es gibt Lebenswirklichkeiten, Illusionen und Deillusionierungen. Menschen tun sich zusammen und driften auseinander und finden im Trennenden womöglich wiederum Gemeinsamkeiten. (mehr …)

Ein schreibender Schauspieler

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u1_978-3-596-90321-4Dieses Buch spottet jeder Beschreibung, es ist ein Buch für Irre, für Bücher-Verrückte nämlich. Elias Canetti (der spätere Nobelpreisträger) hatte vor, eine „Comédie humaine an Irren“ zu verfassen.

Ich verdanke ihm die witzigste Beschreibung dessen, was ein Roman bedeutet: „Romane sind Keile, die ein schreibender Schauspieler in die geschlossene Person seiner Leser treibt. Je besser er Keil und Widerstand berechnet, um so gespaltener lässt er die Person zurück. Romane müßten von Staats wegen verboten sein.“

Wollen Sie die Macht der Buchstaben am eigenen Leibe spüren, dann lesen Sie dieses Buch.

Eine düstere Welt

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witch_hunter-9783423761352Elizabeth sieht auf den ersten Blick nicht so aus, als könnte sie mit nur einem Schwert und einem Beutel Salz zehn Hexer erledigen. Doch sie gehört zu den gefährlichsten Hexenjägern in ganz Anglia. Und nun soll sie dafür gehängt werden, nur weil sie Kräuter bei sich getragen hat.

Bereit, in eine düstere neue Welt einzutauchen? (mehr …)