Alles auf Rot

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Schüchtern wagte ein junger Mann es zu fragen, ob im leselieber ein Buch über Hertha BSC vorrätig sei. Er brauchte es angeblich als Geschenk.

Nein! Wir sind hier im Revier des 1. FC Union, und alles, was die Eisernen betrifft, ist da. Und wir freuen uns auf eine literarische Neuerscheinung im November:

Hier wird der Kultverein erstmals von den besten deutschen Autoren beschrieben!

Übrigens hat Union heute sein Auswärtsspiel in Aue gewonnen. Dass Hertha morgen gegen die Bayern gewinnen wird, glaube ich nicht.

Eine Lesung im Kinosaal

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image_1_13680Jutta Voigt stellt die »Boheme des Ostens« vor.

Klug und unterhaltsam erzählt die brillante Feuilletonistin in ihrem jüngsten Buch von Künstlern, Bohemiens, am real existierenden Sozialismus Gescheiterten, die das richtige Sein außerhalb der Kontrolle des falschen Systems suchten. Radikal, humorvoll, oft betrunken und immer leidenschaftlich!

Aufgrund des großen Interesses wird die Lesung am Mittwoch, dem 11. Oktober, um 20 Uhr im Filmtheater UNION (Bölschestraße 69) stattfinden. Eintrittskarten bekommen Sie zum Preis von 8 Euro ab sofort analog an der Kinokasse oder im digitalen Ticketshop.

Gab es Riesen in den Müggelbergen?

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Wie hoch war das Eis im Berliner Raum? Jagte hier der Höhlenlöwe?

Blickt man von den Müggelbergen aus tatsächlich in ein vom Gletscher geformtes Tal?

Wie entstand der Teufelssee?

Die Eiszeit in Berlin ist spannend, überall sind eiszeitliche Spuren zu erkennen. Gletscher und Schmelzwasser haben Berge und Täler hinterlassen, Gewässer gebildet, markante Höhen und Senken geformt – viele, darunter auch der Müggelsee, sind heute beliebte Ausflugsziele. Hat man einmal die Fährte aufgenommen, begegnet einem die Eiszeit im gesamten Stadtgebiet.

Lebendig und fundiert erzählt Beate Witzel von den Ereignissen und Vorgängen, die sich in den vergangenen Jahrtausenden zugetragen haben. Kinder und Erwachsene gleichermaßen sind eingeladen, wenn uns die Stadtökologin den Boden unter unseren Füßen erklärt: der Vortrag beginnt am Samstag, dem 28. Oktober, um 15.30 Uhr (Eintritt frei, Anmeldung erbeten)!

Friedrich häkelt

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leselieber ist eine Buchhandlung mit nostalgischem Flair. Ausgefallenen Wünschen geht der Inhaber nach. Welcher Vogel nun wirklich zu den Zugvögeln gehört, das bekommt man hier genauso mit wie Kochbücher in besonderer Vielfalt: Marmelade einkochen ist wieder modern!

Gerne erwähne ich diese Kundenbewertung aus dem Internet.

Viel wichtiger sind mir jedoch Empfehlungen aus dem Ort.  Ein kleiner Junge, der Friedrich heißt, hat bei EDEKA  am Friedrichshagener Marktplatz am Samstagnachmittag den Tipp bekommen, doch einmal im leselieber nachzufragen, ob hier Bücher über sein neues Hobby vorrätig sind, und siehe da: sein Hobby ist Häkeln! Nach kurzer Beratung hat sich Friedrich für ein Häkelbuch von Gräfe und Unzer entschieden.

Sommer am See

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Es bereitet mir Freude all die Genies zu entdecken die das leselieber in jedweder Ecke für mein literaturbedürftiges Herz bereit hält. Die Spannung oder vielmehr der Dialog zwischen den Werken ergibt sich aus ihrer Anordnung zueinander. Meine Blickrichtung wendet sich Ingeborg Bachmann zu. Es findet sich
der schwarzfarbene Einband von „Malina“ neben einer geglückten Bachmann-Biographie. Mit Stolz kann ich behaupten meine eigene Malina-Ausgabe im leselieber erworben zu haben. Ungelesen wartet Zuhause noch die Erzählung „Das Honditschkreuz“ auf mich. Und sicherlich werde ich mir eines Tages beim Buchhändler ihr legendäres Gedichtband „Die gestundete Zeit“ bestellen. Bachmann nahm sich selbst wohl als unverstandene Autorin wahr. Aus Erfahrung kann ich berichten dass ich mich an manchen Stellen in Malina dazu überwinden musste weiter zu lesen. Natürlich nicht aufgrund von inhaltlichen oder stilistischen Schwächen sondern vielmehr aus dem Schmerz den mir der Text und seine erwählten Bilder zusetzten. Bachmanns Kindheit und Jugend spielte sich während der Nazizeit in der österreichischen Provinz ab. Ihren Vater beschrieb sie als engagiertes NSDAP-Mitglied. Offensichtlich verdichtet sie eben diesen in der vergewaltigenden Vaterfigur der sich in Malina kaskadisch durch die Tagmahre der Ich-Erzählerin drängt. Für mich ein wichtiges Buch aus weiblicher Perspektive um familiären Strukturen innerhalb der Nazizeit näher zu kommen.

Mein Blick sowie mein Körper wandern weiter durch den Buchladen. Ich treffe auf sämtliche Werke der unglückseligen
Bronte-Schwestern. Deren Einbände aus erdfarbenem Leinen mit mauvefarbenen Ornamenten entzücken mich. Tiefempfundene Literatur die aus der Adoleszenz und aus der Einsamkeit geschaffen ist. Einst durch junge Frauenhände auf bloße nackte Blätter niedergeschrieben, verfasst zum Trotze der Ungleichstellung die die Autorinnen damals erfuhren. Zum ersten Mal veröffentlicht unter männlichem Pseudonym um des Veröffentlichens willen.

Fünf Schritte und drei Atemzüge später treffe ich auf einen Autor dessen Name mir unbekannt ist. Spannend. Der Titel des Buches zieht mich in seiner Schlichtheit an. „Sommer am See“ von Alberto Vigevani. Auf Seite 47 heißt es da „ … blendenden Sonnnenflecken aus dem Asphalt folgten schattige Zonen …“

Ich drehe mich um 180 Grad. Grün und Bäume blicken mir
entgegen. Ein gegenwärtig stark diskutierter Titel „Das geheime Leben der Bäume“ interessiert mich. Im Untertitel heißt es „Was sie fühlen, wie sie denken“. Vor meinem geistigen Auge sehe ich das Wurzelgeflecht der Bäume tief unter der Erde. Wie sie sich unentdeckt von den oberflächlichen Menschen vereinigen, ein Beziehungsnetz im Untergrund bilden. Blätterwerk, Geäst, Gehölz, Dickicht, Pfade und Erde träumt mir. Ja, dieses Buch möchte ich lesen.

Die Bölschestraße liebevoll gezeichnet

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Bölschestraße003Jeder kennt ihn vom Bölschefest: Dieses Jahr hat Matthias Eule erstmals einen Monatskalender mit einigen sehenswerten Gebäuden unserer Straße gestaltet.

Ich mache gerade bei leselieber mein Praktikum und mir ist aufgefallen, dass es auch hier diesen Kalender mit seinen liebevollen Tuschezeichnungen gibt. Als ich ihn durchblätterte, erkannte ich sofort einige Plätze wieder, darunter auch die Fassade dieser Buchhandlung! Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie das Grafitti neben der Ladentür entdecken!

Der Kalender ist bei leselieber zum Preis von 11 Euro erhältlich, aber nur solange der Vorrat reicht!

Bücher quer und kreuz

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Ungelesen ruhen die Geschichten in den Büchern. Wem ein gut geschultes Gehör beschieden ist dem flüstern die Autoren Textbausteine in die Ohren. Das Stimmchen wird lauter je näher man an das Buchwerk heran tritt. Derweil hat der Büchermann
seine Körperfunktionen auf Autopilot runter gefahren. Langsamer als sonst läuft er herum und sortiert neues Buchwerk in die Leerstellen im Raum die er finden kann. Vielleicht wird er mir auch gleich sagen dass das Wetter ihm zusetzt. (mehr …)

Spannend und nachvollziehbar

Von , am in lesenswert

u1_978-3-596-19772-9.41789512In dem Buch geht es um den jungen Sherlock Holmes, der von einer geheimen Organisation, der „Paradol-Kammer“, betäubt und auf ein Schiff gebracht wurde, welches nach China fährt. Auf dem Weg ins Land der Morgenröte entrinnt er oftmals nur knapp dem Tod. Als er endlich angekommen ist, erwartet ihn schon das nächste spannende Abenteuer: er muss eine große Verschwörung aufdecken! (mehr …)

Wieder ein Fest für Fernando Pessoa

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pessoa 002Vor vier Jahren, am 13. Juni 2013, haben wir einen unvergesslichen Abend in dieser Buchhandlung erlebt: Vasco Esteves verwandelte sich in den großen portugiesischen Dichter Fernando Pessoa, der an diesem Tage vor 125 Jahren geboren wurde.

Dieses Jahr feiern wir den 129. Geburtstag Pessoas  in der galerie bild plus Am Goldmannpark 20, und mit dem literarischen Vortrag von Vasco Esteves wird sich die Musik verbinden, für die das O.Ton Projekt mit Daniel Pircher (Obertongesang und klassische Gitarre) sorgen wird!

Die Lesung beginnt am 13. Juni um 19.30 Uhr. Für Wein ist gesorgt. Es wird ein Fest!