Der Traum und das Leben

Von , am in lesenswert

BdN_Nerval_Aurelia_Cover_2D_web-26a453f5Gérard de Nerval ist im deutschen Sprachraum nahezu vergessen, obwohl er doch ein großer Kenner der deutschen Literatur war. In der „Bibliothek der Nacht“ liegt nun sein „Le Rêve et la Vie“ (1855) vor, Jahrzehnte vor Freuds und Kafkas Werken entstanden, eine tiefgründige Analyse menschlicher Identität:

„In jedem Menschen gibt es einen Beobachter und einen Handelnden, den der spricht und den der erwidert. Beide durch stoffliche Wahlverwandtschaft an den gleichen Leib gebunden, ist der eine vielleicht für den Ruhm und das Glück bestimmt und der andere zur Vernichtung oder zu ewigem Leiden.“

Vielleicht: ein schönes Wort, aber auch ein grausames …

Wir ahnen unsere Bestimmung, aber wir wissen nicht, ob wir selbst sie erfüllen können oder ob es der andere für uns tut.

Die Dichtung und die Wirklichkeit

Von , am in merkwürdig

Als ich vor ein paar Jahren im Herbst hochschwanger mit meinem Mann nach Friedrichshagen zog machten er und ich uns allerlei Gedanken über den Buchhändler.

Einmal im Januar gingen wir beide durch eine kristallklare Nacht in Friedrichshagen spazieren. Die Kälte stand fassbar in der Atmosphäre, glücklicherweise wurde sie von keinem Wind auf unsere schutzsuchende Haut getragen. Warm eingepackt freuten wir uns geräuschlos unserer Existenz. Mit jedem getanen Schritt klärte die Kälte unsere Gedanken. Unsere Liebe fühlte sich zum Trotze beziehungsüblicher Streitereien und dem atemraubenden Ereignis Geburt das uns bevorstand dennoch zart an, manchmal wie auch in dieser Nacht waren wir wie unbeschriftetes Papier. Wir wogen gemeinsam nicht schwer. Unser Weg führte uns auch am leselieber vorbei. Wir blieben stehen. Hinter Glas in der Auslage warteten geduldig Bücher die gelesen werden wollten. Kleine Einbände mit Formen und Fiktionen und Farben die komplexe Universen beherbergten. Wortstätten des Wissens. Aber auch die gesamte Summe der zu Ende geschriebenen Gedanken eines Schriftstellers. Mein Blick wanderte hoch zu den zwei Fenstern über dem Buchladen. Zwei kleine warme Lichter, eins in jedem Fenster strömte zu uns in die Nacht auf die kristallklar kalte Bölschestraße. (mehr …)

2 Gäste am 2ten Advent

Von , am in vorgestellt

alexander-von-schoenburg-weltgeschichte„Der frühe Mensch war offenbar zu gechilled, um sich die Mühe zu machen, sich mit Dingen wie der Schrift rumzuschlagen. Damit hat erst der Zivilisationsmensch angefangen.“ Also hat Alexander von Schönburg sich als Schriftsteller an die Arbeit gemacht, uns das Wesentliche der letzten paar Jahre Menschheitsgeschichte zu verdeutlichen.

Alexander von Schönburg hat sich nun vorgenommen, am Samstag, dem 3. Dezember 2016, nach Friedrichshagen kommen, um sein neues Buch zu signieren; ich erwarte ihn hier um 13 Uhr.

In Friedrichshagen wohnt Rosemarie Schuder, die Bestsellerautorin eigensinniger historischer Romane und Abhandlungen; sie wird am Sonntag, dem 4. Dezember 2016, ab 14 Uhr in der Buchhandlung sein, um ihr neues Lutherbuch vorzustellen, gerne signiert sie auch andere von ihr verfasste Bücher, welche Sie mitbringen können.

An diesem Samstag sind wir von 9 bis 18, am Sonntag von 13 bis 18 Uhr für Sie da!

Der limitierte Kunstkalender für 2017

Von , am in angesagt

Suchen Sie noch ein Geschenk für Weihnachten? Ein Kalender ist immer eine gute Idee. Für 15 Euro gibt es jetzt den Kunst-Deutsch-Kalender des Friedrichshagener Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums.

Dieser Kalender ist als Kooperation zwischen leselieber und dem Fachbereich Kunst und Deutsch mit Arbeiten aus dem letzten Schuljahr entstanden. Dabei wurden Fotografien, Grafiken und Malereien ausgewählt und mit Gedichten aus dem Deutschunterricht kombiniert. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Warten Sie nicht zu lange, die Anzahl der Kalender ist begrenzt!

Die Frau die Duras las

Von , am in merkwürdig

Ich erinnere mich gut an das erste Lächeln das der Buchhändler an mich richtete. Es war der französischen Schriftstellerin Marguerite Duras und ihrem Werk Der Liebhaber verschuldet. Schon länger hatte ich den Buchhändler in Augenschein genommen. Ich wollte dass er mich mochte. Ein indirektes Gefühl sagte mir dass auch er so wie ich ein Nerd, ein Außenseiter, ein Einzelgänger war. Einer dem die Dichtung plausibler erschien als die Wirklichkeit. Allerdings schlugen sämtliche Kontaktversuche fehl. Ich versuchte möglichst uninteressiert durch seinen Buchladen zu schlendern, frei nach dem Motto „Ich bin nicht begeistert, bitte begeistere mich“. Zugegebenermaßen gestaltete sich dies extrem schwer, da der Buchhändler an jeder Ecke Bücher aufgestellt hatte deren Titel zum Haare raufen vielversprechend klangen. (mehr …)

Eine literarische Hiddensee-Verführung

Von , am in vorgestellt

Ute Fritsch, die Kennerin der Literarischen Ostsee, gibt dieses Jahr den gleichnamigen Wandkalender heraus, der sich großer Beliebtheit erfreut. Zu einem Bestseller in unserem Sortiment hat sich ihr Buch Mit Ringelnatz auf Hiddensee entwickelt.

mit-ringelnatz-auf-hiddensee_buchDas bunt gestaltete Buch erkundet die Stationen von Joachim Ringelnatz‘ Inselbesuchen, insbesondere seiner vergnügten dreiwöchigen Ferien im Sommer 1929. Besonders interessieren dürfte die Friedrichshagener die Darstellung seines Verhältnisses zu Gerhart Hauptmann, der auf Hiddensee auch prominent war.

Diesen Herbst wird Ute Fritsch, die sich den Sommer über mit einem Programm literarischer Künstlerführungen auf Hiddensee aufhält, wieder in Berlin auftreten: am 17. Oktober ab 19.30 Uhr ist sie mit ihrem Ringelnatz-Programm zu Gast in dieser Buchhandlung.

Ein humorvoller Beitrag

Von , am in angesagt

20160926_125329Letzten Dienstag war ja bekanntlich die Lesung aus einigen Büchern Jack Londons. Wobei mir übrigens aufgefallen ist, dass Jack London eine Menge mit Wölfen zu tun hatte und in einem lustigen Wink des Schicksals der neue Übersetzer dieser Bücher mit Nachnamen Wolff heißt. Eben jener Übersetzer war auch der Vortragende der Lesung, und nach der kurzen Einleitung des Vortrags begann ein humorvoller Abend, an dem zumindest ich eine Menge über Jack Londons Leben und seine Bücher gelernt habe.

Extrem spannend

Von , am in lesenswert

ca75e7169a678dcaAls der Harvard-Professor für Symbologie Robert Langdon eines Nachts von einem Telefonanrufer geweckt wird, hält er ihn zunächst nur für eine Nervensäge. Doch nur wenige Momente später befindet er sich auf dem Weg zur Forschungseinrichtung CERN. Der Wissenschaftler Leonardo Vetra wurde ermordet in seinem Büro aufgefunden. Sein Körper ist bedeckt von Brandzeichen, die eindeutig auf die lang vergessene Geheimgesellschaft der Illuminaten hinweisen. (mehr …)