Eine Signierstunde zum Kirchentag

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Als Beitrag zum Kirchentag in Friedrichshagen laden wir am Sonntag, dem 28. Mai, um 15 Uhr zu einer Signierstunde der weit bekannten Autorin historischer Romane und Abhandlungen ein, die hier zuhause ist:

Rosemarie Schuder gedenkt in ihrem Buch „Ich kenne den Teufel! – Martin Luther und sein Doktorvater Andreas Bodenstein aus Karlstadt“ eines Mannes, der zu Unrecht von Luther verdrängt wurde und noch wird. „Andreas Bodenstein aus Karlstadt gehört zu denen, die weiterhin im Schatten des Reformators stehen und mitunter als Rechtfertigung für alte Vorurteile und Klischees herhalten müssen“, schreibt Martin Weskott, der Bücherpfarrer von Katlenburg zum Geleit.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher an diesem Sonntag, an dem das Geschäft von 13 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Wieder ein Fest für Fernando Pessoa

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pessoa 002Vor vier Jahren, am 13. Juni 2013, haben wir einen unvergesslichen Abend in dieser Buchhandlung erlebt: Vasco Esteves verwandelte sich in den großen portugiesischen Dichter Fernando Pessoa, der an diesem Tage vor 125 Jahren geboren wurde.

Dieses Jahr feiern wir den 129. Geburtstag Pessoas  in der galerie bild plus Am Goldmannpark 20, und mit dem literarischen Vortrag von Vasco Esteves wird sich die Musik verbinden, für die das O.Ton Projekt mit Daniel Pircher (Obertongesang und klassische Gitarre) sorgen wird!

Die Lesung beginnt am 13. Juni um 19.30 Uhr, der Eintritt beträgt 10 Euro. Für Wein ist gesorgt. Es wird ein Fest!

Nett und witzig

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145_10098_173677_xxlDas Buch ist eine nette Abwechslung. Es ist witzig und enthält viele Anspielungen und Zitate aus Romanen wie „Jane Eyre“ oder „The Book Thief“. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Posy und Sebastian zieht sich jedoch in die Länge; die Handlung ist leicht voraussehbar. Es gibt keine wirklich spannenden Stellen, und nachdem sie sich dann endlich gefunden haben, müssen sie natürlich wieder diskutieren. An mein Lieblingsbuch reicht das Buch natürlich nicht ran … 😉

Frauen denken

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die-7-groessten-irrtuemer-ueber-frauen-die-denkenSeit jeher beherrschen Frauen die Gedankenwelt der Männer. Doch sobald sie selbst dachten, wurden sie der Welt verwiesen. Trotz Jahrzehnten der Emanzipation ist heute kaum etwas provozierender als Frauen, die denken und dieses Denken in Macht ummünzen wollen.

In den Gedankenspielen ihres jüngsten Buches verleitet uns Beatrix Langner zum Nachdenken darüber, ob dem Fatum zu entkommen sei, schlicht und einfach nur als Mann gelten zu müssen oder als Frau.

Streiten Sie mit der Autorin!

Am Dienstag, dem 2. Mai, um 19.30 Uhr wird Frau Langner aus ihrem Buch vortragen und uns in ein Gespräch verwickeln mit den Geistern, die sich in unseren Bücherregalen befinden, in unserem Gedächtnis mithin und der Gegenwart.

Alles von Johannes Bobrowski

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Bobrowski 052Heute wird Johannes Bobrowski 100 Jahre alt, der Dichter, der Friedrichshagen wie kein anderer im 20. Jahrhundert verbunden ist.

Alles von ihm, was aus diesem Anlass wieder aufgelegt wurde, finden Sie bei leselieber; unser aktuelles Schaufenster weist darauf hin.

Ein Frühlingsnachmittag mit Fontane

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Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh.
»Er kam, er kam ja immer noch«,
die Bäume nicken sich’s zu.   

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuß auf Schuß;
im Garten der alte Apfelbaum
er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai.«

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh‘,
es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du!

Heute, es ist schon April, erfreut uns Cathrin Alisch wieder mit einem lyrisch-musikalischen Vortrag aus den Werken Theodor Fontanes.

Unsere Gäste sind von mir persönlich eingeladen worden. Wenn auch Sie künftig zu den exklusiven leselieber-Veranstaltungen eingeladen werden wollen, tragen Sie Ihre Adresse bitte hier ein!

Aus dem Leben eines Rhetorikprofessors aus Tübingen

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9783406705311_large Die akademische Karriere ist das geringste Problem von Richard Kraft, der auf dem Stuhl von Walter Jens am Neckar im schönen Tübingen Platz genommen hat. Sein Arbeitsleben ist eigentlich gegeben und alles ist in wenigen Sätzen dargelegt. Vielmehr sind es zwei große Themen in dem Roman: Zum einen der politische und zum anderen der private Kraft. Und beides wird verwoben durch die Frage, warum denn die Welt, so wie sie ist, gut sei. (mehr …)

Ansichten vom Müggelsee

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Neu in unserem Sortiment finden Sie ab sofort stimmungsvolle  Müggelsee-Ansichtskarten in unterschiedlichen Formaten. Die Karten werden in Berlin produziert und klimaneutral auf FSC-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft gedruckt.

Schatten spendende Bücher

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Auch schien der Buchhändler ein wetterfühliger Mensch zu sein. Die Hitze im Sommer trieb ihn in die Kühle seines Buchladens. Die Bücher die geduldig darauf warteten gelesen zu werden spendeten ihm Schatten. An einem Furcht erregend heißen Tag in der sogar die Bölsche wie leer gefegt unter der Sonne da lag und den Katzen in den Altbaugärten die Zungen aus den Mäulchen hingen schlenderte ich zum leselieber. Unter der Hitze zerfloss mein Ich sowie mein Intellekt, ich sehnte mich nach unverbrauchter geistiger Ware. Durch das Dauerstillen meines Babys meinte ich schon Anzeichen einer geistigen Eingleisigkeit festzustellen. Mein Weg vom Fürstenwalder Damm zum leselieber glich der Wüste. Lediglich die Alkis saßen besoffen gemäß der Struktur ihres Alltages draußen vor den Dönerläden und schauten sauer drein. Sie warteten darauf tot umzufallen, doch diesen Gefallen tat ihnen die Wirklichkeit nicht. Also mussten sie um dem Tod ein Stück näher zu kommen auch den Rest der 10 Euro die sie einstecken hatten in Bier und Schnaps investieren. Allerdings hatten sie schon den Pegel erreicht in denen keiner mehr von den einzelnen Trinkgruppen den Versuch machte ein Gespräch zu beginnen. (mehr …)

Der Traum und das Leben

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BdN_Nerval_Aurelia_Cover_2D_web-26a453f5Gérard de Nerval ist im deutschen Sprachraum nahezu vergessen, obwohl er doch ein großer Kenner der deutschen Literatur war. In der „Bibliothek der Nacht“ liegt nun sein „Le Rêve et la Vie“ (1855) vor, Jahrzehnte vor Freuds und Kafkas Werken entstanden, eine tiefgründige Analyse menschlicher Identität:

„In jedem Menschen gibt es einen Beobachter und einen Handelnden, den der spricht und den der erwidert. Beide durch stoffliche Wahlverwandtschaft an den gleichen Leib gebunden, ist der eine vielleicht für den Ruhm und das Glück bestimmt und der andere zur Vernichtung oder zu ewigem Leiden.“

Vielleicht: ein schönes Wort, aber auch ein grausames …

Wir ahnen unsere Bestimmung, aber wir wissen nicht, ob wir selbst sie erfüllen können oder ob es der andere für uns tut.