Zweierlei Gegenwart

Von , am in vorgestellt

Am 5. Oktober hat Bernd Schirmer zum Vergnügen des Publikums aus seinem Schelmenroman „Silberblick“ gelesen. Auf eine hintersinnige Art reflektiert der Autor darin das eigene Erlebte.

Gibt es eine Literatur, die nicht autobiografisch ist? Albrecht Selge versetzt sich in „Fliegen“ – das bewundere ich besonders – in den Körper einer Frau. Ich freue mich sehr, den Autor am 31. Oktober in der Buchhandlung begrüßen und über die Technik befragen zu können, mit einer literarischen Figur vielleicht seinen eigenen, jedenfalls auch meinen menschlichen Nöten und Trieben Ausdruck zu verleihen.

Ich lade Sie gerne zu dieser Lesung ein. Nutzen Sie bitte das Kontaktformular auf diesen Seiten, um sich persönlich anzumelden. 

Ein Verzagter aus der russischen Literatur

Von , am in vorgestellt

Meine Lieblingshelden aus der modernen Literatur sind nicht nur Bernardo Soares, der Hilfsbuchhalter von Fernando Pessoa, und Herman Melvilles Bartleby, der Schreiber  –  auch Ilja Iljitsch Oblomow, ebenfalls ein Träumer, Verzagter und Versager, gehört dazu. Mein Zeitgenosse, so habe ich es empfunden, als ich wieder einmal in den Roman Gontscharows eingetaucht bin, und zwar aus dem folgenden erfreulichen Anlass:

Zum 160. Jahrestag des Erscheinens dieses emblematischen russischen Romans wird die Übersetzerin Vera Bischitzky in der Buchhandlung zu Gast sein, die das Werk vor einigen Jahren neu ins Deutsche gebracht hat.

Ich habe leider kein bequemes Sofa im Geschäft, sondern muss Sie bitten, mit harten Holzstühlen Vorlieb zu nehmen, falls Sie am Mittwoch, dem 21. August, um 19 Uhr Zeit haben. Falls Sie sich also dazu aufraffen wollen, an diesem Abend dabei zu sein, so melden Sie sich bitte vorher an!

Ein Strauß an Frühlingspoesie

Von , am in vorgestellt

Die Sonne strahlt heute und der Himmel ist blau!

Zuverlässig fängt jedes Jahr der Frühling in Friedrichshagen an, wenn wir zum literarisch-musikalischen Nachmittag in die Buchhandlung einladen! Heute stellt die Künstlerin Cathrin Alisch ihr Programm Liederlenz – von Kaléko bis Kosegarten vor, welches einen wunderbunten Strauß an Frühlingspoesie bringt.

Diese Veranstaltung ist ein Geschenk an unsere treuen Kunden. Wenn auch Sie einmal dabeisein wollen, dann melden Sie sich bei mir hier.

Auf einen Kaffee mit Doderer

Von , am in vorgestellt

Eine Tasse Kaffee, tausend Inhaltsstoffe, eine Million Möglichkeiten, so heißt es in dem neuen Buch aus der Mens-Sana-Reihe, das ich Ihnen hiermit anpreise: die positiven Auswirkungen von Kaffee auf die Gesundheit sind unbestritten!

Wie wir wissen, hat Heimito von Doderer, ein Solitär unter den deutschsprachigen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, großen Wert auf die körperliche und geistige Ertüchtigung gelegt. Es geht hier eigentlich darum, Ihnen unsere kommende Lesung schmackhaft zu machen:

… der schwarze Kaffee, die starke Zigarette, das Köstlichste des noch nicht angebrochenen Tags — das Motto hat Gerald Sommer ausgesucht, der gemeinsam mit Eva Menasse und Lutz-W. Wolff eine Auswahl aus Doderers Werk zum Thema Kaffee, aber auch zu seiner Leidenschaft für den Tabak vortragen wird.

Es handelt sich also wieder um eine Kooperation mit der Heimito-von-Doderer-Gesellschaft, deren Mitglieder ich herzlich willkommen heiße. Auch Sie als Kunden sind natürlich eingeladen, bitte melden Sie sich hier an!

Die Veranstaltung soll am Samstag, dem 2. März 2019, um 18 Uhr beginnen. Gerne servieren wir Ihnen einen Kaffee. Geraucht wird jedoch vor der Tür.

Frauen und ihre Geschichten

Von , am in vorgestellt

Einmal im Jahr organisiert diese Buchhandlung eine Buchvorstellung in größerem Rahmen: dieses Jahr wird die Veranstaltung am 6. November im Kino UNION stattfinden (Beginn 20 Uhr; Eintrittspreis 12 Euro).

Fast 40 Jahre nach Maxie Wanders Guten Morgen, du Schöne“ befragten die Autorinnen Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth unter dem Motto He, du Glückliche“ ostdeutsche Großmütter, Töchter und Enkelinnen, wie sie ihr Leben meistern und was ihnen Glück bedeutet.

Die beiden Autorinnen sind ausgebildete Schauspielerinnen, wir können uns also auf einen lebendig gestalteten Abend freuen!

Ein neuer Roman von Rolf Schneider

Von , am in vorgestellt

Mit Rolf Schneider, Feuilletonist alter Schule, sind wir in einem Buch, das zu den meistverkauften in dieser Buchhandlung gehört, durch die Bölschestraße flaniert. Nun kehrt der 86jährige Autor, der in Schöneiche lebt, zur Roman-Kunst zurück. Eines seiner Lebensthemen, Österreich, verknüpft er in seinem neuen Buch mit einem Aspekt seiner Biografie, dem Überstehen der DDR-Zeit.

Eine Professorin für Kunstgeschichte kommt von Wien nach Berlin, um ein unverhofftes Erbe anzutreten. Die Reise nach Berlin wird zur Irritation. Maria Staudinger entdeckt die fragile ostdeutsche (Seelen-)Landschaft mit den staunenden Augen einer an dörfliche Schönheit gewohnten Österreicherin.

Am Samstag, dem 6. Oktober, um 15.30 Uhr wird Rolf Schneider bei uns aus Ebereschenfeuer lesen. Der Eintritt ist frei!

Der Ausbruch

Von , am in vorgestellt

Als eine Offenbarung“ wird in der NZZ die Neuübersetzung einer Ikone der engagierten französischen Nachkriegsliteratur gefeiert: die Übersetzerin Claudia Steinitz wird ihre Arbeit an La Cavale“ am 26. September (Beginn: 19.30 Uhr) in dieser Buchhandlung vorstellen! (mehr …)

Hier haben wir es mit Literatur zu tun

Von , am in vorgestellt

Wir leben zumeist außerhalb unserer selbst, und das Leben ist eine fortwährende Zerstreuung. Und doch zieht es uns zu uns selbst wie zu einem Mittelpunkt, um den wir gleich Planeten absurde, ferne Ellipsen beschreiben.

© Ute Döring

So schrieb der Lissaboner Fernando Pessoa, stets um seine Identität kreisend, wir es dem Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares entnehmen können, das zu den meistverkauften Büchern dieser Buchhandlung gehört.

Wenn ich beim Lesen den Eindruck gewinne, diesen Text konnte, ja musste, so nur dieser Autor schreiben, wird mir von Zeile zu Zeile klarer: Jetzt habe ich es mit Literatur zu tun.

Das sagt die Berlinerin Katja Lange-Müller in ihren anspielungsreichen Poetik-Vorlesungen, die sich seit diesem Frühjahr im leselieber-Belletristik-Buchregal befinden.

Am 13. Juni 2018 (19.30 Uhr) ist diese Buchhandlung der Mittelpunkt des Pessoa’schen Universums, und ich freue mich, dass mit Frau Lange-Müller eine Autorin sprechen wird, mit allen Ausprägungen des Buchhandwerks vertraut ist. Sie wird aus eigenen Werken lesen und, wie ich es mir zu Pessoas 130. Geburtstag wünsche, uns Aufschluss geben über ihre Beziehung zu dem Autor, auf dessen Werk diese Buchhandlung begründet ist.

Der Eintritt ist frei, bitte melden Sie sich aber vorher an, damit wir Ihnen einen Sitzplatz reservieren können.

Ein Klassiker in neuem Glanz

Von , am in vorgestellt

Die literarische Topographie der zerfallenden Sowjetunion wird in unserem Bewusstsein besonders von zwei Autorinnen vermessen: Ljudmila Ulitzkaja und Swetlana Alexijewitsch: Beide schreiben auf Russisch, ihre deutsche Stimme verleiht ihnen Ganna-Maria Braungardt.

Nun hat sich die Übersetzerin, deren Vorname ja wohl einen russischen Anklang aufweist, einem Werk des 19. Jahrhunderts in den Dienst gestellt, das ebenfalls von der Zerstörung einer alten Welt handelt, die zu allerhand Konfusionen führt. Mit der neuerlichen Lektüre von Iwan Turgenjews „Väter und Söhne“ können wir auch einen neuen Blick auf unseren geliebt-gehassten großen Nachbarn Russland gewinnen.

Am Dienstag, dem 24. April, um 19.30 Uhr, ist Frau Braungardt in der Buchhandlung zu Gast und stellt uns das Werk vor: ihren Dialog mit Turgenjew.

Hommage an eine Dichterin

Von , am in vorgestellt

Welch ein Vergnügen, heute Cathrin Alisch mit einem Vortrag aus der Lyrik Mascha Kalékos zu hören, in wunderbarstem Berlinerisch: Der Friehling kommt. Wer hätte det jejlaubt!

Der Frühlingsbeginn wird von uns nämlich jedes Jahr mit einem besonderen literarisch-musikalischen Ereignis bedacht, und noch niemals hat zu diesem Anlass die Sonne sich  versteckt.

Frau Pellgrü, die Inhaberin der Boutique CON AMORE, stellte ihren Geschäftsraum für diesen Nachmittag zur Verfügung und verwöhnte die Gäste mit Sekt und Orangensaft. Wenn Sie nächstes Jahr eine Einladung zu diesem exklusiven Ereignis erhalten wollen, melden Sie sich doch bei mir!