Gedichte, nichts als Gedichte

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978-3-15-010747-8„All life – to know each other – / Whom we can never learn – / And bye and bye – a Change – / Called Heaven – / Rapt Neighborhoods of Men – /Just finding out – what puzzled us – / Without the lexicon!“

Wozu ist Literatur da, wozu besonders Lyrik? Lesen Sie selbst! Wozu Bücher? Sehen Sie selbst, fassen Sie diesen einzigartigen Band aus der wunderschönen Reclam-Reihe der Liebesgedichte an, die ein Schmuck für unsere Buchhandlung leselieber ist: fester Einband mit Prägung, rotes Vorsatzpapier, rotes Lesebändchen.  (mehr …)

Und die Nebelkrähe schaut zu

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46142Große Literatur muss nicht auftrumpfen. Kein Wort in diesem Buch ist verschwendet. In der Gegenwartsliteratur des nördlichen Europa gibt es kaum einen Roman, der unsere Verlorenheit als Menschen und auch unser Geborgensein in dem, was wir (unsere) Natur nennen, so unmittelbar, berührend, nackt bezeichnet: „Die Nebelkrähe in der Esche ist mein ganzes Publikum.“ (mehr …)

Balsam für die Seele

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buchEin sehr sensibles, berührendes Buch über Leben und Sterben, Freude und Schmerz, Finden und Verlieren, Glauben und Spiritualität legt uns die italienische Autorin Susanna Tamaro, fünf Jahre nach Erscheinen ihres letzten Romanes, in die Hände. Der Titel „Mein Herz ruft deinen Namen“ erinnert unwillkürlich an ihren Welterfolg „Geh wohin dein Herz dich trägt“ und dürfte von Gehalt, Intensität, Lebensweisheit und Komposition diesem nicht nachstehen. (mehr …)

Eine Stimme gegen das Vergessen

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„Freuds Schwester“ ist nicht das erste Werk des hierzulande noch wenig bekannten, aber durchaus beachtenswerten mazedonischen Autors Goce Smilevski, der, 1975 in Skopje geboren, in Prag und Budapest Kulturwissenschaften studierte; es ist 2011 mit dem European Union Prize for Literature ausgezeichnet und in dreißig Sprachen übersetzt worden. Es ist die fiktive Autobiografie einer von Sigmund Freuds vier Schwestern, der kinderlosen, unverheirateten Adolfine. (mehr …)

Wissenschaft als Beruf

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10001„Sagen Sie in der Küche, sie sollen die Gänseleber rösten, mit einem Apfel und einer Zwiebel!“ Der Astronom Giordano Bruno ist auf Seite 116 bzw. im Jahr 1637 schon lange tot, gestorben als Märtyrer der Wissenschaft, die sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit der Kirche anlegt. Die Forschungen zur Himmelsmechanik, die aus göttlichen Gestirnen simple Stein- und Gaskugeln machen, die irgendwo in einem unermesslichen Universum um irgendwas kreisen, sicher nicht um die Erde, passen der katholischen Kirche natürlich gar nicht. Was heute selbstverständlich ist, war damals eine Bedrohung für die geistige und weltliche Allmacht der katholischen Kirche. (mehr …)