Beim Sichten der Frühjahrsproduktion der Verlage fallen immer wieder Titel ins Auge, die einen Themenschwerpunkt in der neuen Buchhandlung leselieber ergeben: „Angefangen, abgebrochen, neu erfunden“ aus dem Hause Schwarzkopf & Schwarzkopf ist das beste Motto für ein Geschäft, dessen Erfolg noch ungewiss ist: „Wenn das Leben nur noch vor sich hin plätschert, dann ist es Zeit, […] etwas Neues anzupacken. Doch nur die wenigsten trauen sich das – auch wenn der Mut zur Veränderung oftmals belohnt wird“, heißt es in der Verlagsankündigung. Die Autorin Eva Maria Hoffmann hat 33 Menschen befragt, die ihr Leben von heute auf morgen geändert haben. Das Buch erscheint Anfang April. Ich hoffe auf eine 2. Auflage, in der ich selber drin sein könnte!
Ein Ort „des Rückzugs, der Kontemplation und des Wohlbefindens“ soll die Buchhandlung leselieber sein; in der Umgebung guter Bücher wollen wir uns auf das Wesentliche besinnen, was das Leben lebenswert macht. „In unserer hektischen und vollgepackten Zeit“ werden „Oasen der Ruhe und Kraft“ immer wichtiger, schreibt der Nicolai-Verlag in der Vorschau auf ein Buch, von dem ich hoffe, dass es uns viele Jahre begleiten wird: In den „Gärten für Körper und Seele“ (Isabelle Woysch) können Menschen in jedem Lebensalter Räume der Geborgenheit finden, die ihrer jeweiligen Lebenssituation entsprechen. Dieses Buch soll ein Anker für den leselieber-Bereich Garten & Genuss sein.
Am 3. Februar 2013 antwortete Marcel Reich-Ranicki auf meine Frage, welche deutschsprachigen Autoren ich in das leselieber-Lyrik-Regal einsortieren solle: „Auf Goethe sollten Sie natürlich nicht verzichten, und bei den Lyrikautoren der Gegenwart hilft Ihnen der Blick in unsere Frankfurter Anthologie.“ Gute Eigenwerbung – und ein Anlass, von Thomas Gottschalk einen Kommentar zu erbitten: „Auch ich“, schrieb dieser mir (und den Lesern seiner Kolumne), „wurde von MRR mehrfach in Richtung Goethe verwiesen. Am liebsten wäre es ihm, wenn ich jede Fernsehshow mit dem Faustschen Vorspiel auf dem Theater beginnen würde. Dass ich danach bereits ohne Zuschauer dastehen würde, will ihm nicht in den Kopf. Christoph, auch wenn wir das MRR nicht in dieser Form sagen können, da müssen wir durch: Die Welt ist schlecht, und Goethe ist nicht lustig!“ (FAS vom 10.2.2013)






