Der Leser als Voyeur

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978-3-257-06945-7Der Beobachtende ist nie passiv. Jede Silbe des Gesagten hallt in ihm wider, noch so sublime Wechsel in Mimik und Gestik werden von ihm registriert. Wie in einem Traum, streift er sich das Leben eines anderen über. Er betritt das Drahtseil und balanciert. Auf den Handflächen bilden sich Tröpfchen, sein Blick schweift und weicht aus. Die Geschichte zieht ihn tiefer hinein. (mehr …)

Maschinen kennen keine Gnade

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Das Buch ,,Angriff aus dem Netz“ handelt von einem Hacker namens Sam Wilson.

Sam ist 16 Jahre alt und geht noch zur Schule. Als er sich eines Tages in die Firma „Telecomerica“ hackt, bekommt er große Probleme. Aber anstatt ins Gefängnis zu wandern, bekommt er einen neuen Job und zwar in der Abteilung zur Abwehr von Cyber-Verbrechen kurzgenannt auch die CDD, die Cyber Defense Devision. Dort arbeitet er mit anderen ehemaligen Hackern zusammen, um die USA zu beschützen, denn die CDD ist die letzte Verteidigungslinie der Vereinigten Staaten von Amerika. Und schon bald gibt es ein riesiges Problem. Sam und sein Team stehen vor einer ungeheuren Bedrohung, einem System , das die Technik von Neuro-Headsets ausnutzt, um unmittelbaren Zugang zu Millionen von menschlichen Gehirnen zu bekommen. Sollten Sam und seine Freunde den diabolischen Plan nicht verhindern können, ist die Grenze zwischen virtueller und realer Welt aufgehoben und die Menschen werden zu willenlosen Marionetten, die von der Gnade einer Maschine abhängen. – Doch Maschinen kennen keine Gnade. (mehr …)

Zwischen Anpassung und Auflehnung

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4ed05f0ff5Ein wirklicher Einblick in das Leben und Schicksal einzelner Menschen in der DDR – das ist es, was einem oft fehlt, wenn man die deutsche Teilung nicht miterlebt hat und sonst nur als Daten und Fakten aus dem Geschichtsunterricht kennt. Umso besser gelingt es Klaus Kordon in seinem autobiographischen Roman „Krokodil im Nacken“ Geschichte zu vermitteln, indem er eine Lebensgeschichte erzählt. Authentisch und ehrlich erhält man so eine Vorstellung vom ostdeutschen Alltag, den Stasi-Verbrechen und mittendrin geht es um Manfred Lenz, der zwischen Anpassung und Auflehnung versucht, seinen eigenen Weg zu finden. (mehr …)

Wissenschaft als Beruf

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10001„Sagen Sie in der Küche, sie sollen die Gänseleber rösten, mit einem Apfel und einer Zwiebel!“ Der Astronom Giordano Bruno ist auf Seite 116 bzw. im Jahr 1637 schon lange tot, gestorben als Märtyrer der Wissenschaft, die sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit der Kirche anlegt. Die Forschungen zur Himmelsmechanik, die aus göttlichen Gestirnen simple Stein- und Gaskugeln machen, die irgendwo in einem unermesslichen Universum um irgendwas kreisen, sicher nicht um die Erde, passen der katholischen Kirche natürlich gar nicht. Was heute selbstverständlich ist, war damals eine Bedrohung für die geistige und weltliche Allmacht der katholischen Kirche. (mehr …)